Starkes Schwitzen - HYPERHIDROSE

Eine übermäßige Schweißsekretion (Hyperhidrose oder Hyperhidrosis) liegt vor, wenn die natürliche Schweißproduktion gestört ist und viel mehr Schweiß produziert wird als notwendig. Dieses Ungleichgewicht ist für die Patienten äußerst belastend und führt u.U. auch zur sozialen Isolierung.

Die Furcht das Schwitzen insbesondere in der Öffentlichkeit nicht kontrollieren zu können lässt die Situation häufig eskalieren, das Schwitzen verstärkt sich. Insbesondere stark schwitzende Hände und Achseln, starker Körpergeruch (Bromhidrose) und sichtbare Schweißflecken auf der Kleidung sind häufige Probleme.

Nur wenige der Betroffenen begeben sich in Behandlung. Es gibt aber verschiedene Verfahren, um diese psychische und physische Belastung der Hyperhidrose, dem übermäßigen Schwitzen, wirkungsvoll zu behandeln:

Nach Ausschluss internistischer, hormoneller, neurologischer oder dermatologischer Ursachen biete ich folgende Therapiemöglichkeiten an:

  • MIRA DRY, eine neue anhaltende Methode gegen Achselschweiß ohne OP
  • Botox Injektion, zeitlich limitierte, elegante Maßnahme
  • Aluminiumchlorid in Antitranspirantien

Hyperhidrose-Therapie - MiraDry

Das MiraDry-Verfahren stammt aus den USA. Es ist die einzige offiziell zugelassene, nicht invasive Methode, um Achselschweiß dauerhaft zu reduzieren. Die Lizenz zur Durchführung wird nur an Ärzte und Experten vergeben.

Die Schweißdrüsen werden mit gezielter Energie (Mikrowellen) behandelt und durch die entstehende Hitze dauerhaft zerstört. Da nur zwei Prozent aller Schweißdrüsen unter den Achseln sitzen, vermisst der Körper diese auch nicht nach einer Behandlung. Diese Thermowellen dringen zielgerichtet in das Gewebe ein und führen dort zu einer Thermolyse, d.h. es entsteht eine kurze, intensive Hitze, die die Schweißdrüsen samt ihren Versorgungsnerven zerstört. Ein eingebautes Kühlsystem schützt die obere Hautschicht und begrenzt so die Wärme auf den Bereich der Schweißdrüsen. Durch eine lokale Betäubung kann die Behandlung schmerzfrei stattfinden.

Ablauf der Behandlung:

  1. zu behandelnden Bereich anzeichnen
  2. lokale Betäubung im angezeichneten Bereich
  3. Bearbeiten des Bereiches mit Applikator

Die Schweißdrüsen werden zerstört. Da sich diese Drüsen nicht regenerieren, ist so diese Behandlung tatsächlich von Dauer und wirkt sofort.

Nebenwirkungen:

Nachdem die örtliche Betäubung abklingt, schmerzen die behandelten Bereiche ein wenig. Durch coolpads in den nächsten 6 Stunden lässt sich das durchaus aushalten. Das  Taubheitsgefühl unter der Achsel wird täglich weniger und verschwindet meist nach 14 Tagen ganz.

U.U. soll man das Verfahren nach drei Monaten wiederholen, in der Regel ist das nicht notwendig.

 

Botox Injektion

Eine effektive und elegante - wenn auch zeitlich limitierte - Maßnahme stellt die lokale Injektion von Botulinum in die Haut der Achselhöhlen oder der Handflächen dar.

Mit dem Wirkstoff Botulinumtoxin (u.a. Botox, Dysport, Vistabel, Xeomin) kann man sehr effektiv für mindestens ein halbes Jahr für Betroffene eine Abhilfe schaffen.

Diese bereits allgemein bekannte Substanz verhindert zuverlässig die Übertragung von Nervenimpulsen auf ein Erfolgsorgan. In diesem Fall handelt es sich um die Nerven vom autonomen Nervensystem (nicht willentlich beeinflussbare Nerven) und dem Erfolgsorgan Schweißdrüse.

Im Achselbereich wird die Schweiß- und damit auch die Geruchsproduktion auf ein absolutes Minimum gesenkt. Man gewinnt dadurch viel Sicherheit in der Kommunikation zurück und ist von einer starken Last befreit.

Ablauf der Behandlung

Botulinumtoxin wird in flüssiger Form mittels mehrerer Injektionen mit sehr feiner Nadel direkt in die zu behandelnden Stellen eingespritzt.

Im Achselbereich ist dies schmerzarm. Im Bereich der Hände sollte eine Lokalanästhesie durchgeführt werden.

Nach etwa einer Woche tritt die Wirkung ein und schützt zuverlässig bis zu 9 Monate vor übermäßigen Schwitzen.

Nach der Behandlung ist an anderen Körperregionen keine gesteigerte Transpiration zu erwarten.

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