Ordination & Medizin

Anzahl der Neuerkrankungen an „Schwarzem Hautkrebs“ weiterhin ansteigend

Jahr für Jahr wird bei immer mehr Menschen eine Melanom-Erkrankung, der sogenannte Schwarze Hautkrebs, festgestellt. Das Melanom entsteht zu ca. 95 % auf der Haut an solchen Stellen, welche häufig und ungeschützt dem Sonnenlicht ausgesetzt waren. Die Entwicklung ist nach wie vor besorgniserregend, wie die aktuelle Auswertung des Zentrums für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut sowie des Saarländischen Krebsregisters zu erkennen gibt.

Demnach sieht es in Deutschland gar nicht gut aus, wenn es um die Zahlen und Prognoseberechnungen bezüglich des Themas „Hautkrebs und Melanome“ geht. Denn laut Ergebnis einer aktuellen Studie hat die Zahl der Neuerkrankungen zwischen den Jahren 1999 und 2012 um 77 % zugenommen. 26 pro 100.000 Einwohner sind an dem Hautkrebs erkrankt.

Hochrechnungen, die voraussetzen, dass die Latenzzeit zwischen der UV-Belastung und der Krebsentstehung etwa 20 Jahre beträgt, haben ergeben, dass diese Zahl im Jahre 2030 bei den Männern auf 44–46 und bei Frauen auf 38–40 pro 100.000 Einwohner ansteigen wird. Es wird damit gerechnet, dass insbesondere die Gruppe der über 60-Jährigen die höchste Erkrankungsrate haben wird.

Die allgemeine Sterberate, die auf eine Melanomerkrankung zurückzuführen ist, hat in dem untersuchten Zeitraum bei den Männern um mindestens 50 % und bei den Frauen um 30 % zugenommen. Verursacht werden diese hohen Zahlen vor allem durch die zunehmend an Hautkrebs erkrankte Altersgruppe der über 60-Jährigen.

Garbe, C. et al.
Time trends in incidence and mortality of cutaneous melanoma in Germany
JEADV 11/2018

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