Ordination & Medizin

E-Zigaretten aus den USA kanzerogen?

Nachdem in den USA mehrere Todesfälle im Zusammenhang mit Lungenerkrankungen und dem Konsum von elektrischen Zigaretten bekannt wurden, haben Wissenschaftler mehrere Sorten dieser alternativen Tabakwaren untersucht. Sie legten ihr Augenmerk auf Menthol-Zigaretten, E-Zigaretten sowie auf Kautabak.

Im Rahmen ihrer Studie mussten die Verantwortlichen leider feststellen, dass die E-Zigaretten und der Kautabak mit dem krebserregenden Stoff „Pulogen“ belastet waren, und zwar in Konzentrationen, die erheblichen Anlass zur Sorge geben.

Bereits früher geriet der chemische Stoff Pulegon als Lebensmittelzusatzstoff in die Schusslinie der Behörden und wurde daraufhin im letzten Jahr für die Herstellung von Lebensmitteln verboten. Die neuartigen E-Zigaretten wurden bei diesem Beschluss jedoch nicht einbezogen.

Da nach derzeitigem wissenschaftlichen Stand noch keine zufriedenstellenden Aussagen bezüglich der Wirkung dieses kanzerogenen Stoffes gegeben werden können, sofern er über eine E-Zigarette inhaliert wird, wird nun vorsorglich ein Verbot seiner Verwendung in diesem Sinne gefordert. Die US-Regierung will deshalb seinen Einsatz strenger kontrollieren.

Hierzulande sind derartige Krankheits- und Todesfälle bisher nicht zu beobachten gewesen. Aufgrund bestehender Rezepturgeheimnisse sind derzeit nicht immer Einblicke in die Verwendung solcher chemischer Substanzen gewährleistet. In Deutschland müssen alle Stoffe, die für die Herstellung der E-Zigaretten-Liquids eingesetzt werden, gemeldet werden. Es kann daher lediglich angenommen werden, dass ein entsprechender kanzerogener Stoff in den in Deutschland produzierten Produkten nicht vorhanden ist.

S.V. Jabba, et al.
Risk Analysis for the Carcinogen Pulegone in Mint- and Menthol-Flavored e-Cigarettes and Smokeless Tobacco Products
JAMA Intern Med 9/2019

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